Projektskizze zur IT-Infrastruktur bzw. der Web SDR bei DB0SLF.
Ortsverband Saalfeld-Rudolstadt des DARC e.V. DOK X50
Funkamateure im Landkreis Saalfeld Rudolstadt
Projektskizze zur IT-Infrastruktur bzw. der Web SDR bei DB0SLF.
Download der Programmfiles und der Dokumentation des Programms von DM3RO.
Diese Software ist kostenlos und frei für Jedermann.
Der Beitrag beschreibt Messungen an Sperrgliedern (Mantelwellensperren) und Breitbandtransformatoren (Balun/Unun). Es wurden, wenn vorhanden, mehrere unterschiedliche Komponenten vermessen Zum Vergleich und Einordnung der Messergebnisse wurde jeweils ein Eigenbau-Messobjekt zur Demonstration hergestellt und ebenfalls gemessen.
Messungen an Mantelwellensperren
Wie wird gemessen
Die Messungen wurde mit einem vektoriellen Netzwerkanalysator „VNWA 3e“ vorgenommen. Neben dem VNWA wurde ein Eigenbau S-Parameter-Testset eingesetzt. Dieses gestattet in Zusammenarbeit mit dem VNWA die vollautomatische Ermittlung aller vier S-Parameter, ohne dass das Prüfobjekt „umgepolt“ werden muss. Das Testset schaltet die Ports-1 und 2 automatisch um. Die Steuerung übernimmt der VNWA.
Der VNWA wobbelt den gewünschten Frequenzbereich. Das Prüfobjekt befindet sich im Signalzweig zwischen dem Signalausgang (Tx-Out) und dem Signaleingang (Rx-In) des VNWA.
Messung der Durchgangsdämpfung (Gegentaktdämpfung)
Für die Messungen der Durchgangsdämpfung wurde hier nur der S-Parameter S21 betrachtet.
Die Durchgangsdämpfung wird ermittelt, in dem das Prüfobjekt wie abgebildet beschaltet wird. Das Signal durchläuft das Prüfobjekt mit beiden „Leitungen“ (Signal und Masse). Durch die wirkenden Gegentaktströme sollte die Dämpfung daher möglichst gering sein.

Messung der Sperrwirkung (Gleichtaktdämpfung)
Für die Messungen der Gleichtaktdämpfung wurde hier nur der S-Parameter S21 betrachtet.
Die Gleichtaktdämpfung wird ermittelt, in dem das Prüfobjekt wie abgebildet beschaltet wird. Das Signal durchläuft das Prüfobjekt nur mit einer „Leitung“. Dadurch wirkt nur ein Gleichtaktstrom und die Dämpfung soll daher möglichst hoch sein.

Übersicht der Sperrdämpfung im Vergleich zum induktiven Widerstand:
Alles, ab 20dB Dämpfung ist brauchbar, alles ab 30dB Dämpfung ist gut.
Sperrglied-1
Es handelt sich um ein kommerzielles Sperrglied 1:1 (50 Ohm : 50 Ohm).

Messergebnisse
Messung der Durchgangsdämpfung:

Die Durchgangsdämpfung beträgt bei 30MHz bereits ca. 1,5dB. Bei 50MHz beträgt sie mehr als 4dB.
Messung der Sperrwirkung:

Die Dämpfung der Gleichtaktströme beträgt zwischen 1,8MHz und 8MHz mehr als 20dB. Zu höheren Frequenzen hin nimmt sie weiter ab. Richtig gut ist das Sperrglied nur bis ca. 4MHz.
Sperrglied-2
Es handelt sich um ein etwa 70cm langes Stück Koaxialkabel mit mehreren hintereinander aufgebrachten Klappferriten.
Messergebnisse
Messung der Durchgangsdämpfung:

Die Durchgangsdämpfung beträgt bis 50MHz weniger als 0,35dB. Das ist ein guter Wert.
Messung der Sperrwirkung:

Die Dämpfung der Gleichtaktströme beträgt zwischen 3,5MHz und 15MHz mehr als 20dB. Zu höheren und niedrigerenFrequenzen hin nimmt sie weiter ab. Brauchbar ist das Sperrglied nur zwischen 3,5MHz und 15MHz.
Sperrglied-3
Es handelt sich um ein Eigenbausperrglied für Demonstationszwecke.
Das Sperrglied besteht aus einem Ferritringkern mit ca. 60mm Außendurchmesser, auf dem zwei mal 10 Windungen isolierte Litze (Lautsprecherkabel 0,75mm²) aufgebracht wurden. Das Prinzip entspricht dem nach Wolfgang Wippermann, DG0SA.

Messergebnisse
Messung der Durchgangsdämpfung:

Die Durchgangsdämpfung beträgt bis 50MHz weniger als 0,35dB. Das ist ein guter Wert.
Messung der Sperrwirkung:

Die Dämpfung der Gleichtaktströme beträgt ab 3,5MHz bereits mehr als 25dB. Ab 7MHz beträgt die Dämpfung mehr als 30dB. Auf 1,8MHz ist es mit einer Dämpfung von 23dB noch brauchbar.
Messungen an Breitbandtransformatoren (Balun, Unun)
Für die Messungen von Breitbandtransformatoren (im Folgenden allgemein als Balun bezeichnet) benötigt man das S-Parameter-Testset. Dieses gestattet die automatische Erfassung aller vier S-Parameter. Die Messungen erfolgen, in dem das Prüfobjekt wie abgebildet beschaltet wird.

Handelt es sich um Baluns, die eine Impedanztransformation durchführen (also nicht 1:1), kann die Darstellung der Messung rechnerisch auf die gewünschte Ausgangsimpedanz „umgewandelt“ werden. Dies wird durch die Software des VNWA ermöglicht.
Unun-1
Es handelt sich um einen kommerziellen Unun 1:9 (50 Ohm : 450 Ohm)

Messergebnisse

Da der VNWA grundsätzlich nur mit 50 Ohm Impedanz am Ausgang und Eingang misst, ist es mit Hilfe der Software des VNWA möglich, rechnerisch die Impedanz am Ausgang des Baluns (damit also am Eingang des VNWA) für eine beliebige Impedanz zu definieren.
In diesem Fall wurde die Impedanz auf 450 Ohm gesetzt (siehe Feld „Port 2 Impedance“, rechts oben in dem kleinen Fenster. Das ist die korrekte Impedanz des Balunausgangs. Beide Kurven des Smithdiagramms (rote und grüne) beginnen dann auch exakt beim skalierten Punkt „1“ (genau in der Mitte). Die entspricht den definierten 450 Ohm.
Welche Kurven und Werte sind nun wichtig?
Ergebnisse:
Durchgangsdämpfung:
Eingangs-SWR:
Fazit:
Verbesserung der Werte durch eine Parallelkapazität am Ausgang
Wird am Ausgang des Baluns eine Kapazität von 24pF gegen Masse eingefügt, verbessern sich die Werte der Durchgangsdämpfung und des VSWR.
Mit der Kapazität:

Unun-2
Es handelt sich um ein Eigenbau Unun 1:9 für Demonstationszwecke. Der Unun besteht aus einem Ferritringkern mit ca. 60mm Außendurchmesser, auf dem trifilar 8 Windungen isolierte Litze (Lautsprecherkabel 0,75mm²) aufgebracht wurden. Das Prinzip entspricht dem nach Wolfgang Wippermann, DG0SA.

Messergebnisse

Da der VNWA grundsätzlich nur mit 50 Ohm Impedanz am Ausgang und Eingang misst, ist es mit Hilfe der Software des VNWA möglich, rechnerisch die Impedanz am Ausgang des Baluns (damit also am Eingang des VNWA) für eine beliebige Impedanz zu definieren.
Welche Kurven und Werte sind nun wichtig?
Ergebnisse:
Durchgangsdämpfung:
Eingangs-SWR:
Fazit:
Verbesserung der Werte durch eine Parallelkapazität am Ausgang
Wird am Ausgang des Baluns eine Kapazität von 6pF gegen Masse eingefügt, verbessern sich die Werte der Durchgangsdämpfung und des VSWR.
Mit der Kapazität:

Messung eines Ununs 1:4
Es handelt sich um einen kommerziellen Balun 1:4 (50 Ohm:200 Ohm)


Messergebnisse

Da der VNWA grundsätzlich nur mit 50 Ohm Impedanz am Ausgang und Eingang misst, ist es mit Hilfe der Software des VNWA möglich, rechnerisch die Impedanz am Ausgang des Baluns (damit also am Eingang des VNWA) für eine beliebige Impedanz zu definieren.
In diesem Fall wurde die Impedanz auf 200 Ohm gesetzt (siehe Feld „Port 2 Impedance“, rechts oben in dem kleinen Fenster9. Das ist die korrekte Impedanz des Balunausgangs.
Welche Kurven und Werte sind nun wichtig?
Ergebnisse:
Der Balun liefert grundsätzlich sehr merkwürdige Messergebnisse.
Durchgangsdämpfung:
Eingangs-SWR:
Fazit:
Messung eines (ziemlich idealen) Baluns 1:4 als Demonstrationsobjekt
Es handelt sich um einen kommerziellen Balun 1:4 (50 Ohm:200 Ohm) des Herstellers Minicircuits vom Typ „T4-6-X65“. Dieser Balun ist nicht für Leistungen geeignet soll aber die möglichen erreichbaren Messergebnisse eines guten Baluns verdeutlichen.
Messergebnisse

Da der VNWA grundsätzlich nur mit 50 Ohm Impedanz am Ausgang und Eingang misst, ist es mit Hilfe der Software des VNWA möglich, rechnerisch die Impedanz am Ausgang des Baluns (damit also am Eingang des VNWA) für eine beliebige Impedanz zu definieren.
In diesem Fall wurde die Impedanz auf 200 Ohm gesetzt (siehe Feld „Port 2 Impedance“, rechts oben in dem kleinen Fenster9. Das ist die korrekte Impedanz des Balunausgangs. Beide Kurven des Smithdiagramms (rote und grüne) beginnen dann auch exakt beim skalierten Punkt „1“ (genau in der Mitte). Die entspricht den definierten 200 Ohm.
Welche Kurven und Werte sind nun wichtig?
Ergebnisse:
Durchgangsdämpfung:
Eingangs-SWR:
Fazit: